Geschichte des Taekwondo

Taekwondo bedeutet "Weg des Fußes und der Hand".

Tae TAE steht dabei für alle Fuß- und Beintechniken.
Kwon KWON ist koreanisch für "Faust" und bezeichnet alle Hand- und Armtechniken.
Do DO bedeutet "Weg", und steht für das geistige Konzept eines bestimmten Lebensstils, eines Weges der Weiterentwicklung, der Formung der Persönlichkeit

Taekwondo setzt sich aus fünf Disziplinen zusammen:

  • Beherrschung des künstlichen Bewegungsablaufs Poomse,
  • Beherrschung des Kampfes Kyorugi,
  • Beherrschung der Selbstverteidigung Hosinsul,
  • Beherrschung des Schrittkampfes Taeryon,
  • Beherrschung des Brechens Kyokpa.


Die angestrebten Ziele sind :

  1. Höflichkeit, Ehrlichkeit und Bescheidenheit
  2. Gefühl für Ehre und Rechtschaffenheit
  3. Geduld und Ausdauer
  4. Selbstbeherrschung
  5. Willensstärke

Die hier zugrunde liegende Philosophie geht über eine rein sportliche Tätigkeit hinaus, und zeigt ihre Wirkung erst nach vielen Jahren des kontinuierlichen Fortschritts auf diesem "Weg". Do ist der Unterschied zwischen Kampfkunst (BUDO) und Kampfsport.
Taekwondo, die über 2000 Jahre alte koreanische Kampfkunst des waffenlosen Kampfes mit Schlägen und Tritten, ist in der Bundesrepublik Deutschland seit 1965 bekannt. Heute ist Taekwondo eine anerkannte olympische Disziplin und wird von der Deutschen Taekwondo Union (DTU) beim Deutschen Olympischen Sportbund (DSOB) vertreten. Der sportliche Kampfwettbewerb ist die sichtbare Seite dieser uralten Kampfkunst, jedoch nur für den interessierten Laien. In Wirklichkeit beinhaltet Taekwondo weit mehr als den Wettkampf, der nur eine von vielen Disziplinen innerhalb des Taekwondo ist.

Für den aktiven Taekwondoin besteht Taekwondo nicht nur aus Kampf, sondern auch aus den zahlreichen Sparringsarten, der Selbstverteidigung, dem Bruchtest, den Bewegungsformen und dem Hinführen zu einer Lebenseinstellung, die allgemein als Do bezeichnet wird. Über Do (chinesisch - Tae) ist schon viel geschrieben worden. Tatsächlich kann dieser Begriff wohl nie ganz ausgelotet werden. Dennoch wollen wir hier versuchen, einige für Taekwondoin zugängliche Do-Inhalte zu erläutern.

Am Anfang steht die Steigerung der eigenen Leistungsfähigkeit durch regelmäßiges Üben. Dies schafft Selbstvertrauen, das durch den Trainer und die Art des Trainings zusätzlich unterstützt wird. Selbstvertrauen ist die Voraussetzung für die weitere Entwicklung innerhalb und außerhalb des Taekwondo. Taekwondo lehrt, Schwierigkeiten zu überwinden, Schwachen zu helfen, für das Gute und die Gerechtigkeit zu kämpfen, Selbstdisziplin zu üben, höflich zu sein und einander zu achten. Vor allem die anderen entgegengebrachte Achtung ermutigt zur eigenen Leistungssteigerung. Die im Training erworbene Achtung vor dem Trainer, den Trainingspartnern, ihrer Gesundheit und Persönlichkeit wird mit ebensolcher Selbstverständlichkeit auch Gegnern entgegengebracht. Die Verbeugung, der Gruß des Taekwondoin, ist nicht allein Höflichkeit, sondern in erster Linie Ausdruck tiefempfundener Achtung für sein Gegenüber.

Auch Kräftigung der Bauchmuskulatur macht Spaß...
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